Editorial Days
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Matthias Kretschmer, CEO und Founder von Kordiam, stellt die neuen „Flexible Platforms“ vor, die redaktionelle Workflows weiter optimieren und die Flexibilität durch KI-Integration erhöhen sollen.

Auf den Kordiam Editorial Days 2025 stellte Gründer und CEO Matthias Kretschmer die Flexible Platforms vor. Dieses neue Feature wurde entwickelt, um Redaktionen dabei zu unterstützen, ihre redaktionelle Planung über digitale, Print- und Broadcast-Kanäle hinweg klarer zu strukturieren und zu steuern.

Planung, die reale Redaktionsbedürfnisse abbildet

Viele Redaktionsteams arbeiten mit wiederkehrenden Formaten – etwa wöchentlichen digitalen Slots, monatlichen Magazinrubriken oder täglichen Nachrichtensendungen. Bisher behandeln die meisten Planungstools solche Strukturen lediglich als lose Labels. Ändert sich etwas im Plan, bewegen sich die zugehörigen Inhalte nicht automatisch mit. Das führt zu Reibungsverlusten und erhöht das Risiko von Fehlabstimmungen.

Flexible Platforms führt echte Content-Container ein, die wie reale Boxen funktionieren. Diese Boxen bleiben beim Verschieben intakt und können beliebig wiederverwendet werden. Teams können einer Box eine oder mehrere Storys zuweisen, sie zeitlich verschieben oder für zukünftige Planungen kopieren. Jede Box kann eine Rubrik, ein Format oder eine Sendung repräsentieren und als gemeinsame Struktur für mehrere Teams dienen.

Entwickelt für Digital, Print und Broadcast

Das neue Modell unterstützt unterschiedlichste Workflows. Print-Redaktionen können wiederkehrende Magazinrubriken planen, Broadcast-Teams feste Sendesegmente definieren und digitale Teams wiederverwendbare Slots wie Wochenend-Previews anlegen. Diese Boxen spiegeln wider, wie Inhalte tatsächlich produziert und veröffentlicht werden. Wird eine Box auf einen anderen Tag oder Kanal verschoben, bewegen sich die enthaltenen Inhalte automatisch mit.

Ziele schaffen Struktur und Transparenz

In der nächsten Entwicklungsphase werden Boxen um Ziele ergänzt. Teams können festlegen, was geliefert werden soll – etwa eine bestimmte Anzahl an Artikeln, ein definiertes Seitenvolumen oder die Abdeckung eines Nutzerbedürfnisses. Kordiam zeigt an, ob diese Ziele erreicht werden, und weist darauf hin, wenn Inhalte fehlen oder eine Box mehr Content enthält als geplant. So entsteht Transparenz, ohne starre Regeln vorzugeben.

Grundlage für intelligente Unterstützung

Diese neuen Planungsstrukturen bereiten Kordiam zudem auf eine KI-gestützte Planung vor. Künftig könnten externe Systeme automatisch Boxen anlegen – etwa als Reaktion auf aktuelle Nachrichtenlagen oder saisonale Ereignisse. Ziel ist es, Redaktionsteams dabei zu helfen, schneller und klarer zu reagieren und vorhandene Inhalte besser zu nutzen.

Wie es weitergeht

Der Rollout beginnt mit einer API-basierten Version der Flexible Platforms, gefolgt von einer vollständigen redaktionellen Benutzeroberfläche. Auch wenn es sich um ein komplexes Feature handelt, ist es darauf ausgelegt, Planung einfacher – nicht komplizierter – zu machen. Wie Matthias Kretschmer in seiner Session betonte, ist dies ein grundlegender Schritt für Kordiam: hin zu klareren Zielen, intelligenteren Workflows und fundierteren Publishing-Entscheidungen.

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