Planung in Newsrooms
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Warum die Redaktionsplanung Leistungsdaten benötigt  

Die Veröffentlichung des „Reuters Digital News Report 2025” bestätigt eine Vermutung, die viele Redaktionsleitungen schon lange hegen. Der Kampf um Aufmerksamkeit ist härter denn je und der Spielraum für Fehler schwindet.  

Der Bericht zeichnet ein ernüchterndes Bild der Branche. Die Interaktion mit traditionellen Nachrichtenquellen wie Fernsehen, Printmedien und Websites nimmt weiter ab, während die Abhängigkeit von Plattformen Dritter wächst. Allein in den USA haben soziale Medien und Videonetze den direkten Zugang zu Nachrichtenwebsites erstmals überholt. Weltweit kämpfen Verleger:innen darum, ihren Wert zu beweisen. Der Bericht weist darauf hin, dass das Publikum zunehmend selektiv wird und Nachrichten oft meidet, die irrelevant oder deprimierend wirken.  

Die Botschaft für Verlage ist klar: Effizienz und Relevanz sind keine Optionen mehr. Es ist nicht mehr möglich, Ressourcen für Inhalte zu verschwenden, die keine Verbindung zum Publikum herstellen. Um sich anzupassen, müssen Redaktionsplanungs-Tools von einfachen Kalendern zu intelligenten Entscheidungszentren weiterentwickelt werden, in denen Leistungsdaten aktiv die weitere Vorgehensweise bestimmen. 

Das „Rückspiegel“-Problem  

In den meisten Redaktionen sind Planung und Analytik getrennt. Die Redaktion plant die Berichterstattung in einem System wie Kordiam, veröffentlicht die Themen und überprüft dann Stunden, Tage oder sogar Wochen später ein separates Analyse-Dashboard, um zu sehen, wie sie abgeschnitten haben.  

Das ist, als würde man beim Fahren in den Rückspiegel schauen. Bis man merkt, dass ein Thema Resonanz findet (oder scheitert), hat sich der Nachrichtenzyklus bereits weiterbewegt. Der Reuters-Bericht hebt hervor, dass das Publikum erwartet, dass Nachrichten „aktueller” und relevanter für seine persönlichen Bedürfnisse sind. Ein Arbeitsablauf, der die Planung von der Leistung trennt, macht es nahezu unmöglich, dieser Erwartung gerecht zu werden. 

Einblick in die Praxis implementieren  

Um dies zu erreichen, arbeiten zukunftsorientierte Verlage auf einen einheitlichen Arbeitsablauf hin. Eine kürzlich umgesetzte Initiative eines führenden deutschen Technologieverlags zeigt genau, wie das funktioniert. Durch die direkte Integration von der Analyseplattform Upscore in Kordiam wurden Echtzeitleistungsdaten dort eingeführt, wo redaktionelle Entscheidungen getroffen werden. 

Das Konzept zielt darauf ab, die Reibung zwischen Wissen und Handeln zu reduzieren. Anstatt zwischen Tabs zu wechseln oder auf einen wöchentlichen PDF-Bericht zu warten, werden wichtige Kennzahlen nun direkt in die Redaktionsplanungs-Schnittstelle eingespeist. 

Wie das in der Praxis aussieht 

Stellen Sie sich vor, Sie planen die Berichterstattung für nächste Woche. In einem traditionellen Setup würden Sie sich auf Ihre Intuition oder historische Annahmen verlassen. Durch die Integration von Kordiam und Upscore ändert sich der Prozess.  

Echtzeit-Validierung: Sie sehen bei der Planung eines Updates zu einem Thema sofort die Seitenaufrufe, Lesezeit und Konversionsdaten des Originalthemas direkt in der Story Card. 

Einblick: Redakteur:innen können erkennen, welche Themen derzeit auf der Website für Engagement sorgen. So können sie ihre Ressourcen sofort auf die leistungsstarken Themen umschwenken.  

Feedbackschleifen: Journalist:innen und Redakteur:innen erhalten sofort Rückmeldung zu ihrer Arbeit, ohne Datenexpert:innen sein zu müssen. Sie sehen, was funktioniert, lernen daraus und können dieses Wissen bei ihrem nächsten Auftrag sofort anwenden. 

Die Redaktion ermächtigen 

Der Reuters Digital News Report 2025 kommt zu dem Schluss, dass Verlage, um die Verbindung wiederherzustellen, „die Menge und Qualität ihrer originären Berichterstattung” erhöhen müssen, während sie durch ein fragmentiertes Ökosystem navigieren.  

Technologie sollte dieses Ziel unterstützen und nicht erschweren. Indem Daten innerhalb von Kordiam zentralisiert werden, reduzieren Redaktionen die Komplexität ihres Tech-Stacks. Redakteur:innen hören auf, Daten hinterherzujagen, und beginnen, sie zu nutzen.  

Diese Integration beweist, dass Daten als Kompass dienen. Wenn Leistungskennzahlen bereits in der Planungsphase sichtbar sind, dann füllen Sie nicht einfach nur Slots in einem Kalender, sondern investieren die begrenzte Zeit und Energie Ihrer Redaktion strategisch in die Themen, die für Ihr Publikum am wichtigsten sind. 

Nächste Schritte 

Planen Sie Ihre Inhalte noch im Dunkeln? Dann kontaktieren Sie uns noch heute. Wir zeigen Ihnen gerne, wie Kordiam und Upscore Ihre Daten und Planung zusammenführen kann, um einen responsiveren und effizienteren redaktionellen Betrieb zu ermöglichen.