Zusammenfassung

Redaktionskalender-Tools reichen von generischen Projektmanagement-Boards bis hin zu spezialisierten Redaktionsplanungs-Tools – welches am besten passt, hängt davon ab, wie viele Kanäle, Mitarbeitende und Veröffentlichungsrhythmen Ihr Team koordiniert.

Achten Sie auf gemeinsam nutzbare Kalenderansichten, Workflow-Tracking von der Idee bis zur Veröffentlichung, klare Verantwortlichkeiten für Themen und eine CMS-Integration, die Planung und Veröffentlichung synchron hält. Teams mit einem einzigen Kanal kommen oft noch mit einer Tabelle oder einem generischen Tool aus – kanalübergreifende Redaktionen stoßen damit jedoch schnell an ihre Grenzen, wie Heise Medien und Madsack feststellten, als getrennte Systeme zu doppelter Berichterstattung führten und veraltete Informationen bei den Redaktionsmitgliedern ankamen.

Dieser Leitfaden schlüsselt die Tool-Kategorien auf, vergleicht Kordiam mit Trello, CoSchedule, Asana, Airtable und monday.com und zeigt, worauf es je nach Teamgröße besonders ankommt.

 

Der vollständige Leitfaden für Redaktionsteams 

Redaktionen, die heute noch mit einem einzigen Kanal und einem gleichmäßigen Veröffentlichungsrhythmus auskommen, gehören zur Minderheit. Die meisten koordinieren mehrere Plattformen, manchmal sogar mehrere Redaktionen, Mitarbeitende an verschiedenen Standorten, unterschiedliche Lieferfristen und Zielgruppen mit individuellen Anforderungen, die davon abhängen, wo und wann sie mit Inhalten interagieren. Solange das System trägt, lässt sich das auch ohne gemeinsames Planungssystem stemmen. 

Redaktionskalender-Tools schaffen Transparenz in der Planung, fördern die Zusammenarbeit und geben der Redaktionsarbeit Struktur. In ihrer einfachsten Form ersetzen sie das Spreadsheet, das immer nur von einer Person aktualisiert wird. In ihrer ausgereifteren Form verbinden sie Planung, Produktion, Veröffentlichung und Performance in einer einzigen Umgebung, auf die das gesamte Team zuverlässig zugreifen kann. 

Ganz gleich, ob Sie ein kleines Content-Team oder eine große, kanalübergreifende Redaktion leiten: Das richtige Planungstool kann den Unterschied zwischen einem wirklich funktionierenden und einem nur oberflächlich funktionierenden Workflow ausmachen. 

Inhaltsverzeichnis

Was ist ein Redaktionskalender-Tool? 

Warum Redaktionskalender-Tools wichtig sind

Typen von Redaktionskalender-Tools

Wichtige Funktionen von Redaktionskalender-Software

Wie schneidet Kordiam im Vergleich zu Trello, CoSchedule, Asana, Airtable und monday.com ab?

Das richtige Redaktionskalender-Tool auswählen 

Best Practices für den Redaktionskalender 

Redaktionskalender-Tools und Newsroom-Workflows 

Häufig gestellte Fragen">Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Redaktionskalender-Tool? 

Ein Redaktionskalender-Tool unterstützt Newsroom- und Content-Teams bei der Planung, Terminierung und Steuerung der Inhaltsproduktion über mehrere Kanäle hinweg. Es bietet eine gemeinsame Planungsumgebung, in der alle Beteiligten Aufgaben koordinieren, Lieferfristen verwalten und redaktionelle Workflows strukturieren können. 

Redaktionskalender-Tools umfassen in der Regel visuelle Planungskalender, Workflow-Management, Auftragsvergabe, Funktionen, um die Zusammenarbeit zu erleichtern sowie Schnittstellen zu CMS und anderen Publishing-Systemen. 

Warum Redaktionskalender-Tools wichtig sind 

Ohne ein klares Planungssystem stehen Redaktionsteams regelmäßig vor denselben Problemen: verspasste Lieferfristen, doppelt produzierte Inhalte, uneinheitliche Veröffentlichungsrythmen, fehlende Übersicht über geplante Inhalte und Schwierigkeiten bei der Abstimmung von Themen auf Zielgruppenbedürfnisse. 

Diese Probleme verstärken sich mit wachsender Komplexität. Ein kleines Team, das einen einzigen Kanal bespielt, kommt noch vergleichsweise gut mit Spreadsheets, E-Mails oder einem einfachen Projektmanagement-Tool aus. Ein Team jedoch, das mehrere Plattformen, Mitarbeitende und Veröffentlichungsrhythmen koordiniert, stößt damit schnell an seine Grenzen. Der Koordinationsaufwand wird selbst zur Arbeit – auf Kosten des Journalismus und der Qualität. 

Redaktionsplanungs-Tools begegnen diesem Problem, indem sie Teams eine gemeinsame, strukturierte Umgebung bieten, in der Informationen für alle Beteiligten sichtbar sind. 

Typen von Redaktionskalender-Tools 

Es gibt Redaktionskalender-Tools in verschiedenen Ausprägungen. Jedes Tool adressiert dabei eine andere Ebene der Komplexität. 

Dedizierte Redaktionskalender-SoftwareDiese wurde speziell für die redaktionelle Planung entwickelt und verfügt über Kernfunktionen zur Koordination. Tools wie Kordiam bieten häufig zusätzliche Funktionen wie Aufgabenmanagement, Schichtplanung oder die Abrechnung von freien Mitarbeitenden.
CMS-pluginsErweiterungen für Content-Management-Systeme wie WordPress oder Drupal. Sie ergänzen das CMS um Planungsfunktionen – entweder als einfache Kalenderansicht oder als eigenständige Planungsebene, die über ein Plugin eingebunden wird.
Integrierte Module innerhalb von Publishing-SuitesViele Anbieter von Publishing-Software bieten Planungsmodule als Teil umfassenderer Plattformen an. Beispiele sind Planungsfunktionen innerhalb von Systemen wie Arc XP oder Eidos Media. Diese können eine einheitliche Nutzungserfahrung über die Tools des jeweiligen Anbieters hinweg bieten, sind jedoch oft schwerer mit externen Systemen zu verbinden. 
Generische Projektmanagement-Tools

Tools wie Asana, Trello oder gemeinsam genutzte Ordnerstrukturen können die redaktionelle Koordination unterstützen. Sie sind nicht für Publishing-Workflows konzipiert, werden aber häufig von kleineren Teams oder solchen mit begrenztem Budget eingesetzt. 

Selbstgebaute LösungenManche Organisationen bauen ihre eigenen Planungssysteme auf Plattformen wie SharePoint oder als interne Applikationen. Diese eignen sich für Teams mit sehr spezifischen Anforderungen und entsprechenden internen Entwicklungskapazitäten.

Wichtige Funktionen von Redaktionskalender-Software 

Bei der Bewertung von Redaktionskalender-Tools sollten folgende Funktionen besondere Beachtung finden: 

Visuelle KalenderansichtenVerschaffen Teams eine gemeinsame Übersicht über geplante Inhalte: was, wann und für welchen Kanal. Das ist die Grundfunktion jedes Planungstools und sollte übersichtlich und intuitiv bedienbar sein.
Workflow-ManagementBildet ab, in welchem Produktionsstatus sich jeder Inhalt befindet – von der Idee bis zur Veröffentlichung. In Redaktionskalender-Tools wird dies typischerweise durch anpassbare Status, Aufgabenzuweisungen und Aktualisierungen in Echtzeit abgebildet. Fehlt diese Funktion, müssen Statusupdates manuell kommuniziert werden.
Themenzuweisung und -verfolgungStellen sicher, dass in jeder Produktionsphase klare Verantwortlichkeiten bestehen. Sobald mehrere Mitarbeitende beteiligt sind, ist das entscheidend, um Lücken und Doppelarbeit zu vermeiden.
Funktionen zur ZusammenarbeitErmöglichen es Redaktionsmitgliedern und Mitarbeitenden, direkt innerhalb der Planungsumgebung zu kommunizieren statt über separate Kanäle. So bleibt der Kontext immer dem jeweiligen Inhalt zugeordnet. 
Koordination des Zeitplans für VeröffentlichungenHilft Teams dabei, die zeitliche Abstimmung über mehrere Kanäle hinweg zu steuern – insbesondere, wenn dieselben Inhalte adaptiert oder versetzt veröffentlicht werden. Mithilfe von Funktionen wie einsehbaren Kalendern, kanalspezifischer Terminierung und Zeitachsenansichten können Redaktionsmitglieder die Verteilung der Inhalte überblicken und Pläne entsprechend anpassen. 
CMS-integrationVerbindet Planung und Veröffentlichung, sodass Statusänderungen, Lieferfristen und Metadaten automatisch zwischen den Systemen fließen – statt manuell an mehreren Stellen eingetragen werden zu müssen. 

Wie schneidet Kordiam im Vergleich zu Trello, CoSchedule, Asana, Airtable und monday.com ab?

Wie sich Kordiam für Newsrooms und Redaktionsteams im Vergleich zu Trello, CoSchedule, Asana, Airtable und monday.com schlägt.

Bewertungsskala: ✔ Dafür entwickelt — von Haus aus auf redaktionelle Workflows ausgelegt  ·  ◎ Konfigurierbar — mit etwas Einrichtungsaufwand verfügbar  ·  ~ Workaround — möglich, aber nicht zweckgebaut  ·  – Nicht verfügbar

FunktionKordiamRedaktionsplanungTrelloAufgabenboardsCoScheduleMarketing-KalenderAsanaProjektmanagementAirtableDatenbank/Tabellemonday.comArbeitsmanagement
Am besten geeignet fürRedaktionen, Sender, Verlage und Kommunikationsteams, die kanalübergreifende redaktionelle Inhalte koordinieren.Kleine bis mittelgroße Teams, die visuelle, flexible Aufgabenboards wollen. Beliebt bei agilen Teams, Design- und Marketingteams sowie einigen kleineren Newsrooms.Marketing- und Social-Media-Teams, die Inhalte kanalübergreifend planen und veröffentlichen.Funktionsübergreifende Teams, die Projekte mit formalen Freigabe-Workflows und strukturierten Abhängigkeiten steuern.Datenintensive Content-Teams oder solche mit einer großen Zahl externer Mitarbeitender.Große Marketing- und funktionsübergreifende Teams, die Projekte mit Automatisierung im großen Maßstab steuern.
Themenliste & tägliche Themenplanung✔ Dafür entwickelt
Themenliste für hohes tägliches Output-Volumen: erfasst Kanal, Status, Veröffentlichungszeit, Zuständige und Verzögerungen an einem Ort. Medienspezifische Funktion: Mehrere Kanäle einem Thema zuordnen.
~ Workaround
Karten und benutzerdefinierte Listen können eine Themen-Pipeline abbilden, das Modell ist jedoch aufgabenzentriert. Labels und Fälligkeitsdaten bieten nur eingeschränktes Status-Tracking.
~ Workaround
Inhalte werden im Kalender abgebildet; es gibt keine dedizierte Themenliste oder Status-Flow für hochfrequenten redaktionellen Output.
~ Workaround
Benutzerdefinierte Felder können Themen-Metadaten abbilden, es gibt jedoch keine Standardansicht für Themenlisten. Erfordert Konfigurationsaufwand.
◎ Konfigurierbar
Flexibel genug, um eine Themen-Tracking-Ansicht aufzubauen, die redaktionelle Struktur muss jedoch von Grund auf entworfen werden.
◎ Konfigurierbar
Board- und Tabellenansichten können den Themenstatus abbilden, eine redaktionelle Themenliste ist jedoch nicht von Haus aus verfügbar. Fehlende medienspezifische Funktion: Mehrere Kanäle einem Thema zuordnen.
Oberthemen & Kampagnenplanung✔ Dafür entwickelt
Dedizierte Oberthemen-Seite verknüpft die redaktionelle Strategie mit den Inhalten; Themenplanung per Drag-and-Drop; filterbar nach Zielgruppe und Oberthema.
– Nicht verfügbar
Keine Kampagnen- oder Themenhierarchie. Jedes Board ist unabhängig — board-übergreifende Planung ist nicht nativ möglich.
◎ Konfigurierbar
Kampagnenmanagement mit Kalenderansicht und Aufgaben-Checklisten. Für Marketingkampagnen konzipiert, nicht für redaktionelle Themenstrategie.
◎ Konfigurierbar
Projekte können Kampagnen abbilden. Keine redaktionelle Themenhierarchie, aber gut strukturiert für Teams, die definierte Freigabestufen wünschen.
~ Workaround
Kampagnentabellen lassen sich mit Content-Datensätzen verknüpfen. Erfordert manuelle Einrichtung und Datenbankdesign.
◎ Konfigurierbar
Kampagnenvorlagen und projektübergreifende Ansichten verfügbar. Eher auf Marketing als auf redaktionelle Themenplanung ausgerichtet.
Aufgabenmanagement✔ Dafür entwickelt
Aufgaben direkt mit Themen verknüpft; Lieferfristen werden aus dem Veröffentlichungsdatum abgeleitet; Funktionen für Fototeams wie Terminort, separate Termine pro Zuständigem und Filterung nach Termindatum.
◎ Konfigurierbar
Kernstärke. Kanban-Boards, Butler-Automatisierung, Planner für Zeitblöcke. Breites Aufgabenmanagement, nicht redaktionsspezifisch.
◎ Konfigurierbar
Aufgaben-Checklisten pro Content-Element; benutzerdefinierte Berechtigungen pro Projekt und Kanal. Weniger robust bei komplexen teamübergreifenden Aufgabenabhängigkeiten.
✔ Dafür entwickelt
Starkes Aufgabenmanagement: Unteraufgaben, Abhängigkeiten, formale Freigabe-Gates. Nicht redaktionsspezifisch, aber sehr leistungsfähig.
◎ Konfigurierbar
Verknüpfte Aufgabentabellen mit benutzerdefinierten Status. Flexibel, aber konfigurationsbedürftig; keine redaktionellen Standardeinstellungen.
✔ Dafür entwickelt
Kanban-, Gantt-, Zeitachsen- und Auslastungsansichten mit über 200 Automatisierungsvorlagen. Starkes Aufgabenmanagement, für allgemeine Teams statt Newsrooms konzipiert.
Teamkoordination✔ Dafür entwickelt
Verfügbarkeitsseiten pro Tag oder Monat; Schichtplanung für Tag-, Nacht-, Wochentag- und Wochenendschichten; Kalendersynchronisierung zur Vermeidung doppelter Systeme.
~ Workaround
Power-Ups von Drittanbietern (z. B. Time Off Manager, Planyway) können Verfügbarkeits-Tracking ergänzen. Nicht integriert.
– Nicht verfügbar
Keine Funktionen für Mitarbeiterverfügbarkeit oder Schichtplanung.
~ Workaround
Die Auslastungsansicht zeigt die Teamkapazität; keine Schichtplanung oder Verfügbarkeitsseiten.
~ Workaround
Verfügbarkeit lässt sich über benutzerdefinierte Felder abbilden, erfordert jedoch erheblichen Einrichtungsaufwand und ist nicht nativ.
~ Workaround
Auslastungsansicht zur Kapazitätsplanung. Keine Schichtplanung oder spezifischen Verfügbarkeitsseiten.
Termine & Terminverfolgung✔ Dafür entwickelt
Terminkalender für Pressekonferenzen und andere Termine; Import von Agenturmeldungen und Presseeinladungen per E-Mail; Kalenderexport; separate Termine pro Aufgaben-Zuständigem.
~ Workaround
Planyway und das Calendar Power-Up können Kalender- und Terminansichten ergänzen. Erfordert Drittanbieter-Tools.
– Nicht verfügbar
Keine Terminverfolgung über Veröffentlichungsdaten von Inhalten hinaus.
~ Workaround
Kalenderfunktionen vorhanden; keine spezifischen Funktionen für Termine.
~ Workaround
Termine lassen sich als Datensätze abbilden. Google-Calendar-Integration verfügbar.
~ Workaround
Keine Terminverfolgung über Lieferfristen in Kalendern hinaus.
Koordination des Zeitplans für Veröffentlichungen✔ Dafür entwickelt
Mehrtägige, mehrausgaben- und monatliche Kalenderansichten; Kanäle mit unterschiedlichen Frequenzen nebeneinander; nicht terminierte Themen; schnelle Umplanung.
◎ Konfigurierbar
Kanban-, Zeitachsen- und Kalenderansichten unterstützen die Visualisierung der Publishing-Pipeline. Nicht speziell für redaktionelle Terminierung konzipiert.
✔ Dafür entwickelt
Drag-and-drop-Marketingkalender mit direkter Social-Media-Veröffentlichung auf den wichtigsten Netzwerken. Stark für Marketingteams; nicht auf die Veröffentlichungsrhythmen von Redaktionen ausgelegt.
◎ Konfigurierbar
Zeitachsen- und Kalenderansichten verfügbar; nicht publishing-spezifisch, aber funktional für die Terminierung von Lieferfristen.
◎ Konfigurierbar
Kalenderansicht mit Google-Calendar- und Slack-Synchronisierung verfügbar. Erfordert Konfiguration, um redaktionelle Terminierungsanforderungen abzubilden.
◎ Konfigurierbar
Kalender-, Zeitachsen- und Gantt-Ansichten mit Drag-and-Drop. Keine native Publishing-Integration.
CMS- und Medienintegrationen✔ Dafür entwickelt
Native Integrationen mit WordPress, Drupal, Livingdocs, WoodWing, Aptoma, CUE und weiteren; Slack; DAM-Systeme; Agenturmeldungen; Import von Presseeinladungen per E-Mail; Zapier; REST-API.
~ Workaround
Breite Integrationen von Drittanbietern über Power-Ups (Slack, Teams, Gmail, Confluence). Keine native CMS-Anbindung für Medienkanäle.
◎ Konfigurierbar
Natives WordPress-Plugin; wichtige Social-Media-Kanäle; weitere Tools über Zapier. Weniger Optionen außerhalb des Marketing-Stacks.
~ Workaround
Über 200 native Connectoren plus Zapier. Keine native CMS-Integration für Medien; Verbindungen erfordern Middleware oder individuelle Einrichtung.
~ Workaround
Über 1.000 Integrationen über Zapier sowie eigene native Integrationen. Keine native CMS-Anbindung für Medien-Publishing-Plattformen.
~ Workaround
Über 200 native Integrationen, darunter Slack, HubSpot und Adobe CC. Keine native CMS-Anbindung für Newsrooms.
PreiseAb 250 $ / Monat.Kostenloser Plan verfügbar. Kostenpflichtig ab ca. 5 $/Nutzer:in/Monat (Standard).Ab 29 $/Nutzer:in/Monat (Marketing Calendar).Kostenloser Plan verfügbar. Kostenpflichtig ab 10,99 $/Nutzer:in/Monat (Starter).Kostenloser Plan verfügbar. Team-Plan ab 20 $/Nutzer:in/Monat.Kostenlos für 2 Plätze. Kostenpflichtig ab 12 $/Nutzer:in/Monat (Standard).

Das richtige Redaktionskalender-Tool auswählen 

Das geeignete Tool hängt von der Komplexität des Redaktions-Workflows und der Teamgröße ab. 

  • Kleine Teams mit einem einzigen Kanal und geringer Veröffentlichungsfrequenz kommen oft noch gut mit einem generischen Projektmanagement-Tool oder einer einfachen Tabelle aus. Der Aufwand für eine dedizierte Plattform ist in diesem Fall möglicherweise nicht gerechtfertigt. 
  • Wachsende Content-Teams, die auf zwei oder mehr Kanälen publizieren oder mehrere Mitarbeitende koordinieren, stoßen mit generischen Tools schnell an ihre Grenzen. Transparenz und Koordination werden mit zunehmender Komplexität schwieriger aufrechtzuerhalten und der Zeitaufwand für das Workflow-Management übersteigt irgendwann seinen Nutzen. 
  • Große Redaktionsteams, die cross-mediale Themenplanung, mehrere Marken oder eine Kombination aus Digital und Print verantworten, profitieren am stärksten von dedizierten Redaktionsplanungs-Plattformen. Diese bieten die Transparenz, die Integrationsmöglichkeiten und die Workflow-Struktur, die sie für einen effizienten Betrieb benötigen. 

Weitere relevante Faktoren sind die Veröffentlichungsfrequenz, Integrationsanforderungen an bestehende CMS sowie die Frage, ob das Team am selben Standort oder verteilt arbeitet. 

Best Practices für den Redaktionskalender 

Oberthemen planen. Bei der reaktiven Planung, bei der Themen täglich als Reaktion auf aktuelle Ereignisse vergeben werden, kommt es zu einer ungleichmäßigen Berichterstattung und verpassten Chancen. Wer hingegen Themen oder Schwerpunkte vorab festlegt, gibt dem Team einen Rahmen vor, der dennoch Raum für aktuelle Meldungen und zeitkritische Inhalte lässt. 

Planung an Zielgruppenbedarfen ausrichten. Die wirkungsvollsten Redaktionskalender orientieren sich daran, was die Leserschaft tatsächlich interessiert – nicht daran, was sich am leichtesten produzieren lässt. Wer Daten zu Content-Performance und User Needs in Planungsentscheidungen einbezieht, produziert relevanteren Content und erhöht langfristig das Engagement. 

Klare Zuständigkeiten sicherstellen. Jedes Thema im Kalender sollte in jeder Produktionsphase einer namentlich benannten Person zugehören. Ist die Verantwortung unklar, bleiben Themen liegen oder kommen zu spät. Ein gutes Planungssystem macht Verantwortlichkeiten von vornherein sichtbar, ohne dass dies über separate Kommunikationskanäle erst geklärt werden muss. 

Den Kalender regelmäßig überprüfen. Ein Redaktionskalender ist nur dann nützlich, wenn er die Realität widerspiegelt. Durch regelmäßige Reviews wird sichergestellt, dass der Kalender aktuell bleibt und Engpässe oder Konflikte frühzeitig erkannt werden. 

Performance-Daten in die Planung einbeziehen. Ergebnisse vergangener Themen sollten in die künftige Planung einfließen – statt in einem separaten Report zu verschwinden. Wenn Redaktionsmitglieder direkt in ihrer Planungsumgebung sehen können, was bei der Leserschaft ankommt, treffen sie fundiertere Entscheidungen darüber, was als nächstes beauftragt und wann es veröffentlicht werden sollte. 

Redaktionskalender-Tools und Newsroom-Workflows 

Für Newsrooms sind die Folgen mangelnder Planungstransparenz besonders spürbar. Wenn Redaktionsteams über mehrere Publikationen, Plattformen oder Marken hinweg ohne gemeinsames System arbeiten, sind die Konsequenzen vorhersehbar: doppelte Berichterstattung, zeitlich nicht abgestimmte Veröffentlichungen und Redaktionsmitglieder, die Entscheidungen auf Basis bereits veralteter Informationen treffen. 

Heise Medien hat das aus eigener Erfahrung gelernt, bevor sie die redaktionellen Workflows neu strukturierten. Mit mehreren Publikationen, die zu unterschiedlichen Plattformen beitragen, arbeiteten die Teams weitgehend isoliert voneinander. Ohne ein zentrales Planungssystem kam es vor, dass verschiedene Redaktionen Artikel zum selben Thema zeitgleich veröffentlichten. Die Verbindung des Planungstools mit den CMS-Plattformen InterRed (Online) und Xpublisher (Print) ermöglichte einen bidirektionalen Datenfluss, bei dem Statusänderungen team- und markenübergreifend sofort sichtbar wurden. 

Dasselbe Prinzip zeigte sich bei Madsack, dessen gemeinsame Publishing-Infrastruktur mehr als 30 regionale Redaktionen in Deutschland vernetzt. Bevor jambit eine einheitliche Middleware entwickelte, die Kordiam, Arc XP und Eidos Media verbindet, mussten Daten manuell in drei separate Systeme eingetragen werden. Lieferfristen wurden an einer Stelle geändert, aber nicht in den anderen. Redaktionsmitglieder und Journalist:innen arbeiteten mit unterschiedlichen Versionen derselben Information. Die Verbindung dieser Systeme über eine einzige Planungsschicht eliminierte den manuellen Aufwand und verschaffte allen Teams ein gemeinsames, aktuelles Bild. 

Beide Fälle illustrieren: Der Mehrwert eines Redaktionskalenders liegt nicht allein in der Koordination. Entscheidend ist, wie das Tool Workflows systemseitig verknüpft. 

Für Newsrooms mit komplexen cross-medialen Workflows ist diese gemeinsame Transparenz die Voraussetzung für schnellere Abstimmung und konsistenteres Publishing

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Redaktionskalender und einem Content Kalender?

Ein Redaktionskalender fokussiert auf die Planung von Themen, Aufgabenzuweisungen und Workflows für die Veröffentlichung von Artikeln – typischerweise im Kontext von Newsrooms oder Redaktionen. Ein Content Kalender wird häufiger im Marketing eingesetzt, um Inhalte kanalspezifisch zu terminieren. In der Praxis werden beide Begriffe oft synonym verwendet, wobei Redaktionskalender in der Regel eine detailliertere Workflow- und Produktionsverfolgung umfassen. 

Welche Tools können als Redaktionskalender genutzt werden?

Redaktionskalender lassen sich mit dedizierter Redaktionskalender-Software, CMS-Plugins, generischen Projektmanagement-Tools wie Asana oder Trello, Spreadsheets oder maßgeschneiderten Lösungen abbilden. Die richtige Wahl hängt von Teamgröße, Publishing-Komplexität und Integrationsanforderungen ab. 

Wozu dient ein Redaktionskalender-Tool?

Ein Redaktionskalender-Tool bietet eine gemeinsame Umgebung für Planung, Terminierung und Steuerung der Themen. Es ersetzt die fragmentierte Koordination über E-Mails und Spreadsheets durch ein einziges System, das für alle am Workflow Beteiligten einsehbar ist. 

Wann sollte ein Team dedizierte Redaktionskalender-Software einführen?

Teams wechseln typischerweise zu dedizierten Tools, wenn Veröffentlichungsworkflows komplexer werden, mehrere Plattformen oder Mitarbeitende involviert sind oder der Koordinationsaufwand beginnt, Qualität oder Konsistenz des Outputs zu beeinträchtigen. Für die meisten Teams tritt das bei einer Größe von 10 bis 20 Personen ein oder sobald regelmäßig auf mehr als zwei Kanälen publiziert wird.