Planung in Newsrooms
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TL;DR: Rundfunkredaktionen produzieren heute gleichzeitig für die Nachrichtensendung, die Website, Social Media und Audio. Ihre Planung verteilt sich jedoch auf NRCS, CMS, MAM und weitere Systeme. Die Lösung ist eine Planungsebene, die über den bereits eingesetzten Tools liegt, sodass alle Teams mit einem gemeinsamen Plan arbeiten. Genau das ist Kordiam: eine Redaktionsplanungs-Software für Rundfunkredaktionen, die Ihre bestehende Systemlandschaft verbindet, statt sie zu ersetzen. Rundfunkteams planen bereits heute damit.

Was hat sich in der Rundfunkredaktion tatsächlich verändert?

Nicht mehr der Sendeplatz, sondern das Thema ist heute die zentrale Ausgangsbasis. Dieselbe Recherche fließt in die Abendnachrichten, in einen Webartikel, der Stunden früher erscheint, in eine kurze Social-Media-Fassung und zunehmend auch in eine Audioversion. Laut dem Bericht „Journalism and Technology Trends 2026“ des Reuters Institute wollen fast vier von fünf Führungskräften in Nachrichtenmedien in diesem Jahr stärker in Video investieren, rund sieben von zehn in Audio. Lineare und digitale Teams berichten heute zeitgleich über dieselben Ereignisse, und das Publikum erwartet die digitale Version zuerst.

Wenn jedes Tool funktioniert, warum hakt die Koordination trotzdem?

Weil der Plan auf alle verteilt ist. Das NRCS steuert die Sendung. Das CMS steuert die Website. Das MAM verwaltet das Material. Social Media und Audio laufen wieder woanders. Wenn die Planung in vier Systemen gleichzeitig steckt, hat niemand den Überblick darüber, woran die Redaktion gerade arbeitet. In derselben Umfrage des Reuters Institute nannte fast die Hälfte der Führungskräfte interne Silos und mangelnde Abstimmung zwischen Teams als Hindernis für Neues. Eine Lieferfrist verschiebt sich an einer Stelle und kommt an den anderen nie an. Zwei Teams verfolgen dasselbe Thema, ohne voneinander zu wissen.

Sollten Sie Ihre gesamte Systemlandschaft durch eine einzige Plattform ersetzen?

Für die meisten Sender lautet die Antwort: nein. Ihr NRCS, Ihr Playout und Ihr MAM sind tief verankerte, zertifizierte und kostspielige Systeme, mit denen Ihr Team über Jahre Routinen aufgebaut hat. Sie herauszureißen, um ein Planungsproblem zu lösen, ist ein unverhältnismäßiges Risiko und tauscht nur eine Abhängigkeit gegen die nächste. Rundfunkredaktionen brauchen einen Plan, der die Systeme umspannt, mit denen sie bereits erfolgreich arbeiten.

Was leistet eine Planungsebene über Ihre Systemlandschaft hinweg?

Sie lässt Ihre Tools für Produktion, Assets und Distribution unangetastet und ergänzt darüber eine Ebene, auf der das Thema definiert wird. Lieferfrist, Zuständigkeit und die Kanäle, für die es bestimmt ist, liegen an einem Ort, der mit den ausführenden Systemen verbunden ist. Genau dafür ist Kordiam gemacht. Kordiam integriert sich über APIs und eine ereignisbasierte Message Queue in die Tools, die eine Redaktion bereits nutzt, statt deren Ablösung zu verlangen. Bei unserem Kunden Yle, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk Finnlands, funktioniert das bereits: Dort wurde Kordiam innerhalb von zwei Wochen für 2.000 Journalist:innen eingeführt. Eine Redaktion muss dabei nicht alles auf einmal umstellen. Sie kann mit einigen wenigen Integrationen starten und nach und nach weitere ergänzen.

Was bringt das einem Rundfunkteam im Alltag?

Lineare und digitale Teams arbeiten mit einem Plan statt mit mehreren parallelen. In einer einzigen Ansicht sieht die Redaktion alles, was gerade für Sendung, Website, Social Media und Audio läuft. Sie kann eine Lieferfrist verschieben, ohne dass anderswo unbemerkt etwas aus dem Takt gerät. Kamera- und Technikteams sehen ihre Aufgaben auf dem Smartphone. Die Redaktion behält ihre Spezialtools und gewinnt das, was diese allein nicht leisten können: ein gemeinsamer Überblick über den Tag.

Kordiam-Planungsansicht mit Themen zu Hochwasser und Debatte für Web, Video, Podcast und Social Media, während eine Podcast-Folge auf den nächsten Tag verschoben wird.

Auch das Fazit des Reuters Institute weist in diese Richtung: Die besten Chancen haben die stärker vernetzten Nachrichtenorganisationen. Im Rundfunk heißt das: Lineare und digitale Teams folgen einem gemeinsamen Plan statt getrennten Plänen. Die Systeme drumherum werden immer mehr. Ein gemeinsamer Plan sorgt dafür, dass alle Teams an einem Strang ziehen.

Wenn Ihre linearen und digitalen Teams noch an getrennten Orten planen, ist das die Lücke, die Sie zuerst schließen sollten. Gern sprechen wir mit Ihnen darüber, wie eine vernetzte Systemlandschaft bei Ihnen aussehen könnte.